Es ist kurz nach 17 Uhr, als ich mich mit dem voll gepackten Motorrad vom Hof der Garage mache. Nadine steht winkend in der Einfahrt und filmt das ganze.


Jetzt heißt es viereinhalb Stunden Autobahn bis Travemünde hinter mich bringen.
Mit zwei Tankstops komme ich um 22 Uhr am Skandinavienkai in Travemünde an und fahre durch den CheckIn. Dann heißt es auf Spur 4 warten bis es los geht. Die Zeit vertreib ich mir mit ein wenig schnack mit einem deutschen Motorrad Pärchen.
Um Punkt 23 Uhr beginnt das Boarding und die Motorräder dürfen zuerst an Bord. Mir wird eine kleine Nische zugewiesen, in der ich das Motorrad sicher. Nachdem alles erledigt ist, packe ich meine Sachen zusammen und beziehe meine Kabine.
Ich gehe noch ein Bier trinken bevor es in die Koje geht. Hundemüde bin ich von der Fahrt. Sind wir doch auch heute erst vom Wochenendtrip aus Cochem wiedergekommen.


Tag 1:
Um kurz nach zehn laufe ich im Restaurant der Fähre ein und frühstücke erst einmal ausgiebig. Danach wird das Schiff inspiziert und das bombastische Wetter auf der Ostsee genossen.
Die Zeit geht viel zu schnell rum und schon ist es Zeit zu Abend zu essen. An Deck wird noch der Sonnenuntergang beobachtet, dann geht es in die Kabine die Sachen zusammen packen und alles für die Fahrt morgen vorzubereiten.






Tag 2:
Am kommenden Morgen sitze ich früh im Restaurant und genieße das Frühstück. Danach geht es an Deck und ich beocbachte, wie das Schiff sich durch die Schäreninseln schlängelt.
Pünktlich um zehn Uhr legt die Fähre in Helsinki an und wir dürfen zu unseren Fahrzeugen. Ich unterhalte mich noch etwas mit dem deutschen Pärchen, die mit einem R1200GS Gespann unterwegs sind über ein kleines elektrisches Problem an meinem Motorrad. Denn seit der Ankunft in Travemünde zickt bei mir die Tankanzeige, Blinker und Bordsteckdose herum. Das FID und die Uhr gehen mit gestarteten Motor auch. Nur bei Motor aus stellt sich alles tot. Bordsteckdose geht auch nicht und die Blinker sind auch tot. Ich tippe auf eine Sicherung. Gut das kann ich jetzt hier an Bord nicht mal eben machen. Also gleich irgendwo im Hafen.
Jetzt belade ich erstmal das Motorrad und warte das sich die Tore zum verlassen des Schiffs öffnen.
Dann geht es los. Das linke Tor hebt sich und das Gespann darf raus fahren. Ich setzte aus meiner Lücke zurück und fahre hinterher aufs Deck. Jetzt heißt es warten das Finnlines noch die LKW Anhänger aus dem Weg fährt und dann geht es hinter dem Führungsfahrzeug her durch das Hafengebiet. Alles schön im Schritt Tempo.
Als wir endlich aus dem Hafen raus sind, sind wir aber auch sofort auf der Autobahn / Schnellstrasse. Hier ist nirgends eine Möglichkeit zum anhalten. Also noch ein Stück gefahren und in ein Wohngebiet abgefahren. Dort finde ich einen kleinen Parkplatz, wo ich das Gepäck abladen und die Sitzbank demontieren kann und siehe da, es war die 15 Ampere Sicherung. Zu dumm das ich davon nur eine dabei habe. Muss ich mir irgendwo eine neue besorgen.
Jetzt heißt es aber erstmal Kilometer fressen. Mein Weg führt mich über die vierspurige E75 bis hoch nach Heinola. Von dort folge ich der Route 5 über Mikkeli, Kuopio nach Nurmes. Zwischendurch bei meinen Tankstops inspiziere ich die zugehörigen Supermärkte. Aber keine Sicherungen! Irgendwo wird sich schon was finden.
Die Route 5 ist nur noch zweispurig zu befahren und bei Nurmes geht es dann endlich von der Strasse runter und auf das erste Teilstück des Trans Euro Trails für mich. 20 Kilometer weiter ist ein kleines Seengebiet mit Sheltern und Feuerstellen. Die will ich anfahren. Aber jetzt könnte ich beim fahren über die Schotterpiste erstmal so richtig brechen. Die Strasse ist frisch aufgeschottert und mir brechen nonstop die Räder weg. Bah ist das eklig. Zwischendurch wird es dann mal ein kleinwenig besser, aber die Strasse bleibt mehr oder weniger so.
Ich mache drei Kreuze, wie ich an dem ersten Lagerplatz ankomme. Dort steht zwar schon ein Wohnmobil, aber das ist mir jetzt herzlich egal. Ich fahre ein Stück neben das Brennholzlager und baue mein Zelt auf. Die beiden Camper sind im übrigen deutsche, mit denen ich dann auch sofort ins Gespräch komme.
Irgendwann verziehen die beiden sich in den Camper, da die Mücken doch sehr aufdringlich werden. Ich versuche es mit Feuer und rauch, nur um festzustellen, das die finnischen Knots und Mücken das wohl kennen und Gasmasken dabei zu haben scheinen. Ich krieche dann gut gesättigt und zerstochen in meinen Schlafsack.



Tag 3:
Hab ich vielleicht gut geschlafen. Es war zwar etwas warm in der Penntüte, aber dennoch habe ich echt gut geschlafen. Die Nacht war absolut still. Man hat nichts gehört draussen.
Ich krieche aus dem Zelt, mache meinen Toilettengang und entfache das Feuer neu. Dann wird erstmal gefrühstückt und Kaffee gekocht.
Um neun bin ich Startklar und verlasse den Lagerplatz. Jetzt heißt es 40 Kilometer Schotter folgen. Heute läuft es auch besser und ich groove mich so langsam ein. Kurze Zeit später biege ich links auf die Via Karelia ab. Ab hier läuft es wie geschmiert und ich Flüge mit 70 / 80 Sachen über die Buckelpiste.
Nach der halben Fahrstrecke wechselt der Belag auf Asphalt. Das bleibt bis zu meinem Abzweig bei Kuhmo auch so. Hier biege ich auf die Route 912 ab und folge weiter der Via Karelia durch einsame Wälder entlang der russischen Grenze. Irgendwann biege ich rechts auf die Route 843 ab. Laut meinem GPS bin ich gerade wieder auf dem TET unterwegs. Dieser soll ein Stück voraus rechts in einen Feldweg übergehen. Ich folge ihm. Es ist eine angenehme Schotterpiste, die nach ein paar Kilometern dann in einen kleinen Waldweg übergeht. Genau das was ich mag.. Kurze Zeit später dann die Ernüchterung. Vor mir geht es ganz schön abwärts. Ich tippe auf 15 – 20%. Nicht das Thema. Aber das ganze ist grober lockerer Kies. Das liegt eigentlich in meinem Bachlauf im Teich. Puh!!!!
Also langsam und hoch konzentriert runter. Ich bin hackenstolz wie ich unten ankomme. Dann gehts über lockeren Schotter weiter. Ich halte kurz an um was zu trinken und das Navi zu checken. Rechts neben mir, keinen Kilometer entfernt, verläuft direkt die russische Grenze. Russland, das hört sich immer so weit weg an und jetzt stehe ich fast an der Grenze. Es geht noch ein Stück weiter über die Piste, dann kommt ein Abzweig. Rechts geht es weiter über den TET, links komme ich wieder auf die Via Karelia. Ich entscheide mich für die Weg links. Das waren gerade spannende 15 Kilometer. Aber jetzt mache ich erst einmal wieder Kilometer.
Als die Via Karelia wieder auf den TET trifft, komme ich an eine Tankstelle. Tanken müsste ich zwar noch nicht, aber ich nehme jeden Stop mit den ich kriegen kann und mache den Tank wieder auf Anschlag voll. Die Zapfsäulen hier sind vermutlich älter als ich. Ob die noch funktionieren? Bestimmt. Ich greife die Zapfpistole und schon beginnt die Säule an zu brummen. Ok läuft.


Nach dem Tankstop geht es auf die Route 5 bis Kuusamo. Nochmals ein kurzer Tankstop und dann noch ein paar Kilometer auf der 5, bis der Abzweig auf die Route 81 kommt. Diese führt mich nun 180km nach Rovaniemi, wo ich gegen 18.30 ankomme. Ich schaue mir das Polarkreis Center an und muss sagen, ein tolles Feeling das ich gerade den Polarkreis überfahren habe kommt nicht auf.
Ein riesiger Asphaltierter Platz mit Blockhütten und ganz vielen Ferienhäusern und Stellplätzen für Camper und überall Werbung für Santa Claus! Ne, das ist gerade so gar nicht meins!
Dieser Platz rangiert noch vor dem Arctic Circle Center bei Jokkmokk und dort ist es schon hässlich.
Ich fahre jetzt erstmal zu meiner Pension und dann wird gegessen. Vielleicht habe ich ja morgen ohne Hunger eine bessere Meinung von diesem Ort. Jetzt knatter ich erst einmal die E75 nach Rovaniemi zurück und fahre so mehr oder weniger ins Stadtzentrum wo mein Appartement liegt. In der Strasse Koskikatu hole ich im Hotel Akenhus meine Keycard fürs Zimmer ab, dann fahre ich einmal um das Gebäude zu meinem Appartement. Das Moped parke ich direkt vor der Tür und schleppe Taschen und Koffer direkt in den Wohnraum. Dann geht es noch einmal ins Zentrum zum Supermarkt zum einkaufen.
Eine knappe Stunde später sitze ich am Esstisch mit einem gar nicht mal so üblen Fertiggericht aus der Frischetheke des Supermarkts.



Tag 4:
Um halb acht sitze ich beim Frühstück und genieße meinen Kaffee. Dann gehts zurück ins Apartment meine sieben Sachen packen und um zehn fahre ich die Strasse hoch zur Tankstelle noch einmal Sprit nachfüllen. Dann geht es wieder zurück zum Santa Claus Dorf (Artic Circle). Mal sehen ob meine Meinung von diesem Ort heute besser ist.
Dort angekommen erschleicht mich das selbe komische Gefühl wie am Vortag. Ne, dieser Ort ist irgendwie nix. Ich parke das Motorrad und gehe in das erste Gebäude. Meet Santa steht groß über dem Eingang. Drinnen angekommen, wird man von aller Art von Souvenirs direkt erschlagen. Links ist ein Durchgang wo es zu Santa geht. Ich laufe einmal im Kreis durch das Gebäude und laufe in eine wartende Menschenmenge rein. Wo wollen die alle hin? Frage ich mich. Dann dämmert es mir. Die wollen wohl alle ein Foto mit dem Weihnachtsmann. Äh ne, das brauch ich gerade nicht. Also raus hier und weiter. Ich laufe am Restaurant Three Elves vorbei zum Weihnachts Postamt. Dort kaufe ich nur schnell zwei Aufkleber für das Moped und dann wieder raus dort. Gegenüber ist ein Martiini Messer Shop, der vielleicht noch aufregendste Laden hier. Ansonsten steht an gefühlt jeder Tür, triff Santa, Santa verkauft dir was, oder sonst irgend etwas mit Weihnachten. Mir wird es hier gerade echt zuviel mit Weihnachten und Santa und so mache ich noch schnell ein Foto von der Arctic Circle Linie und mache mich dann wieder auf zum Motorrad. Das aufregendste das ich hier gerade vorfinde, ist ein Motorrad aus Australien. Das Nummernschild musste ich auch erst googlen um das herauszufinden. Einfach den Instaaufkleber scannen währe wohl einfacher gewesen.



Ich verlasse das Gelände und fahre auf die E75 in Richtung Inari See. Nach gut 50 km fahre ich rechts ran und muss meine Regensachen heraus suchen. Seit einiger Zeit fieselt es und es wird immer mehr.
Nachdem die Regenklamotten angezogen sind, geht es weiter. Immer auf der E75 und immer gerade aus. Mal hier ne links kurve, mal da ne rechts kurve und hin und wieder muss man mal einem Rentier ausweichen. Nach gut 320 Kilometern erreiche ich den Inari See.
Und ich bin durchgeweicht vom Dauerregen. Am Inari See schaue ich mich nach einer Unterkunft bei Booking.com um. Aber hier ist alles zu teuer. Also etwas ausserhalb gesucht und ich werde fündig. Ein Apartment. So geht es noch für etwas über 20 Kilometer die E75 weiter hoch nach Kaamanen.
Eine gute halbe Stunde bin ich unterwegs, dann erreiche ich die Pension Kaamasen Kievari. Der Besitzer macht einen leicht brummeligen Eindruck, erklärt mir dann aber souverän den Weg zu meiner Blockhütte. Ich bedanke mich, schmeiße mich aufs Moped und fahre die Einfahrt zum Innenhof hinunter zur Hütte. Ich kann direkt vor der Türe parken und dort abladen. Perfekt.




Als ich meinen ganzen Kram drin habe, koche ich zu Abend und mache mir noch eine heiße Schokolade. Dann schnappe ich mir meine Angel und geh hinter die Hütte an den Fluss. Vielleicht fange ich ja was. Aber ich halte es keine 20 Minuten am Fluss aus. Die Knots sind dermaßen lästig, das ich meine Klamotten nehm und wieder zurück zur Hütte gehe.
Da setz ich mich lieber noch etwas in die Hütte und trinke noch eine heiße Schokolade.
Tag 5:
Am morgen mache ich das Motorrad startklar und fahre hoch zum Hauptgebäude zum frühstücken. Das Frühstück ist einfach aber ok. Da gibt es wirklich nichts zu meckern. Gegen halb zehn steh ich vor dem Motorrad und mache mich auf den Weg zur finnischen Grenze. Mein erster Routenpunkt ist das Grenzörtchen Utsjoki.


Langsam wird der dichte Nadelwald der letzten Tage immer lichter und man kann große Seen in der flachen Landschaft erkennen. Zwischendurch mache ich mal einen kurzen Stop um den Blick über die Landschaft genießen zu können. Denn bei der Fahrt muss man ständig auf Rentiere auf der Strasse achten.
Auf halber Strecke wird die Landschaft hügeliger und der Wald wieder dichter und die Strasse folgt dem Fluss Utsjoki. Nach knapp 100km komme ich in Utsjoki an und fahre direkt einmal zur Tankstelle. Nachdem der Tank aufgefüllt ist, biege ich rechts auf die Route 970 ab und folge auf finnischer Seite dem Grenzfluss Tana nach Norwegen. Den mein nächstes Ziel ist der nördlichste Punkt Finnlands und auch der Europäischen Union. Nach 46km und einigen Stops, entlang der Tana, komme ich an an einem kleinen Monument an, das mir anzeigt das ich am nördlichsten Rande Finnlands und auch der EU angekommen bin.






Ich muss sagen, das es schon ein komisches Gefühl ist diese Plakete auf dem Stein zu lesen. Nördlichster Punkt Finnlands? Ja ok, ich steh ja hier auch an der finnisch norwegischen Grenze. Aber nördlichster Punkt der EU? Das ist so eine Sache die man ein wenig sacken lassen muss. Im positiven Sinne. Denn ich bin bis hier her gefahren, ohne eine Grenzkontrolle oder ein Visum und das ist meines erachtens eines der positiven Dinge der EU. Man kann sich über Grenzen hinweg frei bewegen. Sogar bis kurz vor das Polarmeer. Und so genieße ich noch diesen Moment hier, bevor ich über die Grenze nach Norwegen fahre, auch so ganz ohne eine Kontrolle und mache mich weiter zum nächsten Routenpunkt bei Tana Bru.


Bei Tana Bru mache ich am Rastplatz kurz eine Pause und trinke etwas und mache mich weiter auf den Weg. Hier wäre jetzt die Überlegung gewesen weiter zur Varanger Halbinsel und Vardø zu fahren. Aber zeitlich wäre das sehr sportlich geworden und ich hätte von dem Punkt dann meine Rückfahrt antreten müssen. So entscheide ich mich für das auf der Route liegende Ziel Nordinn Halbinsel. Varanger und Kirkenes wird auf einer anderen Nordlandreise gemacht.
Zogen sich die Strassen in Finnland die letzen Tage mehr oder weniger schnurgerade durch die Landschaft, ist seit der norwegischen Grenze Kurvenfahren angesagt. Gerade jetzt wo ich hinter Tana dem Tanafjordveien folge. Die Strecke ist eine abfolge aus Kurven, An und Abstiegen. Eine Mega coole Strecke, die einen mit jeder Kurve eine neue Aussicht beschert. So zieht sich diese Strasse fast 90 Kilometer bis nach Ifjord.

Hier folge ich nun der Fv888 nach Mehamn und weiter nach Gamvik mit dem Ziel Slettnes Fyr, dem nördlichsten Leuchtturm auf dem europäischen Festland. Auch jetzt ist die Strecke wieder extrem abwechslungsreich. Erst schlängelt sich der schmale Fylkesvei entlang des Lakselvfjordens und bietet eine Atemberaubende Kulisse, dann geht es beim Torskefjorddalen auf die Hochebene, wo Kahlfjell, Seen und Geröll das Landschaftsbild prägen.
Dem Smielvdalen folgend geht es nun abwärts nach Hopseidet und der Vargvika. Hier am Übergang zur Nordkinnhalbinsel mache ich nochmals eine kurze Rast.
Dann geht es weiter und wieder hinauf aufs Kahlfjell. Hoch trifft es eigentlich bei einer Höhe von um die 250 Meter über dem Meerespiegel ja nicht wirklich. Aber die Landschaft wird nun wirklich sehr kahl. Bis zum Abzweig nach Mehamn folge ich der Mehamnelva entlang von kleinen Seen, Geröllfeldern und hier und da Moos und Flechtenbedeckter Landschaft. Die Szenerie ist so trostlos und Einsam das sie schon wieder Wunderschön bei diesem tollen Wetter ist.


Nach 18 Kilometern kommt der Abzweig nach Mehamn. Links würde es nun nach Kjøllefjord gehen, insofern man zum Hurtigrutenanleger möchte. Ich biege nach rechts in Richtung Mehamn ab und fahre in das kleine Fischerdorf hinein. Dann geht es rechts ab auf den Gamvikveien, die Fv263.

Wieder schraube ich mich den Berg über links und rechtskurven hinauf und bekomme imposante Ausblicke auf die Umliegende Landschaft geboten. Dann geht es auch langsam abwärts und schon bald kommt das kleine Dorf Gamvik in Sicht. Hier will ich die Nacht verbringen und hab mir schon ein Zimmer im Gamvik Bakkebo gebucht. Aber erst einmal fahre ich an der Unterkunft und dem kleinen Händler vorbei und biege links auf den Idrettsveien ab und folge der schmalen Strasse zum Leuchtturm. Die Strecke ist schnell geschafft und ich stehe vor dem nördlichsten Leuchtturm Europas. Irgendwie ein tolles Gefühl. Aber irgendwie ist es gerade auch komisch hier vor dem Leuchtturm zu stehen und dahinter nur Meer zu sehen und zu wissen, das hier das Festland zu Ende ist und nun nichts mehr kommt ausser der endlose Ozean. Ich lasse das Bild lange auf mich wirken und noch etwas die Drohen kreisen. Dann werfe ich mich aufs Moped, fahre bis zum Schild von Slettnes und mache noch ein paar Fotos von mir und dem Moped. Dann geht es die Strasse wieder hinunter nach Gamvik und meiner Pension.





Dort angekommen klingel ich kurz bei der Herbergschefin durch, die auch ein paar Minuten später vorfährt und mich durch die Wohncontainer zu meinen Zimmer führt. Das Bakkebo ist wie gesagt eine Ansammlung von Wohncontainern. Aber mit zwei Küchen, Essecken, einem Wohnzimmer, Duschen und am Ende des Ganges die Zimmer. Meines fällt etwas klein aus, aber das stört ja nicht. Ich benötige ja nur das Bett. Platz finde ich genug in der Küche und im Wohnraum. Dahin ziehe ich mich auch später mit dem Laptop und was zu essen zurück.




Als es dunkel wird, stehe ich mit Kamera und Stativ draussen und beobachte den Blutmond an diesem Abend. Später ziehen dann noch über den Sternenklaren Himmel ein paar Polarlichter vor dem Vollmond vorbei. Ich bin überglücklich hier sein zu dürfen und auch noch so ein Glück mit dem Wetter die letzten Tage gehabt zu haben.



Weiter geht es im nächsten Teil…






WOW, was für ein toller Reisebericht, kurzweilig, interessant geschrieben was auch lust auf mehr macht den 2. Teil des Reiseberichtes zu lesen.
Vielen Dank, dass wir hier daran teilhaben dürfen!
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